Das Zusammenleben mit einem Au Pair: 5 Tipps

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Kommunikation ist in vielen Lebenslagen das A und O – und das trifft besonders zu, wenn es um Au Pairs geht. Das Au Pair wird mehrere Monate in eurem Haus wohnen, sodass ein wesentliches Elemente des erfolgreichen Zusammenlebens die Kommunikation mit dem Au Pair ist. In diesem Beitrag geben wir euch fünf Tipps, die dabei helfen werden, die Beziehung zwischen Au Pair und Gastfamilie zu verbessern.

  1. Offen und einladend sein

In den ersten Wochen oder sogar Monaten wird das Au Pair in einer Phase sein, in der es sich erstmal an einen total neuen Lebensstil gewöhnen muss. Darum ist es normal, dass viele Au Pairs anfangs etwas introvertiert oder schüchtern erscheinen. Als Gastfamilie helft ihr eurem Au Pair sehr, wenn ihr eine offene und einladende Haltung bewahrt, geduldig seid und in allen Belangen eure Unterstützung anbietet. So wird das Au Pair sich schneller in eurem Zuhause wohlfühlen.

  1. Aufgaben im Haushalt erklären

Es mag überraschend sein, aber einige Au Pairs wissen vielleicht noch nicht, wie man sich um bestimmte Aufgaben im Haushalt kümmert. Auch wenn die Kinderbetreuung die Hauptaufgabe von dem Au Pair ist, kann es eine gute Idee sein, Anleitungen aufzuschreiben, wie gewisse Geräte im Haushalt funktionieren, wie zum Beispiel Waschmaschine und Trockner oder die Spülmaschine. Ihr solltet dem Au Pair auch zeigen, wie ihr im Alltag andere Aufgaben, beispielsweise das Zubereiten des Mittagessens der Kinder, erledigt, damit das Au Pair weiß, wie es gemacht werden sollte. Kinder brauchen ja bekanntlich Routine, wenn ihr das Au Pair also in eure Routine einführt, profitieren sowohl die Kinder als auch das Au Pair davon, da es so mehr Sicherheit gewinnt.

  1. Zeitplan erstellen

Es ist wie gesagt wichtig, dass das Au Pair eure täglichen Abläufe kennt. Wann müssen die Kinder aufstehen? Wann fängt die Schule an? Welche Aktivitäten haben sie an welchen Tagen nach der Schule? Ein Zeit- bzw. Terminplan am Kühlschrank ist sehr hilfreich, um zu verhindern, dass nichts vergessen wird! Zudem könnt ihr einen zusätzlichen Zeitplan erstellen, in dem beispielsweise vermerkt wird, falls das Au Pair am Wochenende Überstunden gemacht hat oder an einem Abend außer der Reihe babysitten soll etc. So können Missverständnisse und chaotische Situationen vermieden werden.

  1. Eure Kultur erklären

Selbst die kleinsten kulturellen Unterschiede können in bestimmten Kontexten zu einem Problem werden. So wird es zum Beispiel in China als äußerst unhöflich angesehen, wenn man die Essstäbchen in der Reisschale liegen lässt. Darum ist es wichtig, dass ihr eurem Au Pair möglichst viele Aspekte eurer Kultur erklärt und zeigt. Dazu gehören unter anderem die Ess- und Tischsitten, wie man jemanden begrüßt, den man gerade kennengelernt hat usw. So kann das Au Pair sich leichter an die lokalen Bräuche gewöhnen und kann euch auch davon erzählen, wie es in seinem Heimatland ist. Schließlich geht es beim Au-Pair-Aufenthalt ja auch um einen Kulturaustausch! Gegenseitiges Verständnis und kultureller Austausch sind der Schlüssel zu einem guten Zusammenleben.

  1. Feedback-Gespräche

Wie wir schon am Anfang des Beitrag sagten: Kommunikation ist wichtig. Ein wöchentliches oder monatliches Meeting kann ein perfekter Weg sein, um regelmäßig nachzuhören, wie es dem Au Pair geht und auszuloten, wie es um die Beziehung zwischen Au Pair und Gastfamilie steht. Bringt das Au Pair nicht in eine unangenehme Situation damit, dass ihr nur die weniger positiven Dinge ansprecht und die Dinge kritisiert, die euch stören. Seid verständnisvoll und sprecht auch die Sachen an, die das Au Pair gut macht. Jeder braucht ab und zu mal ein freundliches Klopfen auf die Schulter. Durch diese Gespräche werden sich eure Beziehung, das Zusammenleben und damit die gesamte Au-Pair-Erfahrung verbessern.